Über unsBarbara Gleixner Seit meiner Jugend beschäftigte ich mich schon immer intensiv mit den Hunden und Katzen unserer Familie. Viele Tiere, die ausgesetzt oder krank waren, wurden liebevoll bei uns aufgenommen und gepflegt. Auch Vögel, Meerschweinchen, Frettchen und Schafe fanden bei uns Unterschlupf und bereicherten unser Familienleben. Dabei wurden wir Kinder nicht nur mit der Versorgung und Pflege, sondern auch bei der Erziehung mit einbezogen. Von Zuhause ausgezogen, holte ich mir sofort wieder Katzen und Vögel als Haustiere ins Haus. 1989 bekam ich dann endlich meinen ersten eigenen Hund: Terry, einen Kaukasen-Schäferhund-Mischling. Mit ihm durchlief ich alle Höhen und Tiefen einer Hund-Mensch-Beziehung, erzog ihn ohne professionelle Hilfe, machte viele Fehler, welche ich erst viele Jahre später erkennen sollte. Aber die Liebe zu Hunden ist seitdem ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.
1992 bis 1994 absolvierte ich dann eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und Tierpsychologin bei der Akademie für Tiernaturheilkunde im Bereich Hunde, Katzen und Nutztiere. Ziel war für mich, den Tieren nicht nur bei Krankheiten helfen zu können, sondern auch, ihr Verhalten, ihre Lebensweise und ihre Bedüfnisse verstehen zu lernen und ihnen bei der Bewältigung von Problemen zu helfen. Weitere Seminare im Bereich der Naturheilkunde und Bachblütentherapie folgten. Im April 1996 begann ich dann meine berufliche Arbeit mit Tieren als Tierheimleiterin im Tierheim Straubing. 3 ½ Jahre lang betreute ich dort jährlich Hunderte von Hunden und Katzen. In dieser Zeit wurde mir bewußt, daß die herkömmlichen Ausbildungsmethoden bei der Hundeerziehung dem Wesen unserer Hunde nicht gerecht werden und großes Defizit im Wissen um die Eigenarten und Verhaltensweisen unserer Hunde besteht. Auf der Suche nach einer Ausbildungsmöglichkeit lernte ich Anfang 1999 bei einem Seminar Clarissa v. Reinhardt, die Inhaberin der renommierten Hundeschule animal learn mit einem Ausbildungszentrum für Hundetrainer im Chiemgau kennen. Sie bot mir an, in ihrer Hundeschule mitzuarbeiten und so zog ich im Herbst 1999 ins Chiemgau um. Die Ausbildung zur Hundetrainerin begann im November 1999 und im Februar 2001 schloß ich diese Ausbildung bei animal learn mit Erfolg ab. Anschließend arbeitete ich noch bis Herbst 2002 im Stammhaus von animal learn als Trainerin weiter.
Durch meine frühere Arbeit als Tierheimleiterin in Straubing wußte ich, daß es im gesamten niederbayerischen Raum keine Hundeschule mit einer gewaltfreien Ausbildung für Hunde gibt. So entstand der Entschluß, eine eigene Hundeschule in der Nähe von Straubing zu gründen und im August 2002 war es dann so weit. Das Arbeiten mit Hunden und ihren Menschen ist nun zu meiner Lebensaufgabe geworden, die mir sehr viel Freude macht und mir täglich auf vielfache Weise zeigt, wie wichtig diese Arbeit für unseren Partner Hund und seine Menschen ist.
Das zweibeinige Team von Liberty
Neben meinem Mann Detlef Rocktäschel und mir arbeiten noch 2 weitere Mitarbeiterinnen und einige Helfer bei uns mit, die uns bei der Betreuung der Tiere und als Assistenten im Training zur Seite stehen. Ohne sie wäre unsere Arbeit in diesen vielen Bereichen gar nicht möglich, denn selbst zu ungewöhnlichen Tageszeiten können wir auf ihre Hilfsbereitschaft zählen, was vorallem bei Notfällen extrem wichtig ist. Das Pfoten-Team von Liberty
Zum Team gehören auch 9 Hunde und 7 Katzen, die wir fast alle aus dem Tierschutz übernommen haben. Alle diese Hunde haben Schlimmes erlebt und erholen sich wieder bei uns. Oft dauert es Jahre, bis sich die Tiere wieder so stabilisiert haben, daß sie ein einigermaßen normales Leben mit uns führen können.
Antonia, unsere 10 1/2-jährige Mischungshündin aus Maremma und Kangal, wurde am Hundeplatz abgegeben, weil die Besitzerin mit ihr überfordert war.
Antonia ist eine richtige "Schnuckelnase", die sich von jedermann gerne ausgiebig kraulen läßt. Sie ein sehr friedliebender Hund und hilft sehr viel im Training mit schwierigen Hunden, um sie zu resozialisieren. Sie schafft es, auch den wildesten Hund zu besänftigen und sorgt dafür, daß Hunde nicht zu grob oder zu wild miteinander spielen.
Anja, unsere ca. 9-10-jährige Malamut-Hündin, wurde total verhungert und verwahrlost aufgefunden. Sie wurde offensichtlich mit Füßen getreten und geschlagen und hatte überall kleine Wunden. Sie brauchte fast 2 Jahre, bis sie ihre Angst vor Berührungen ziemlich verloren hat.
Anja, unsere "Rumpelnase", sorgt für Ruhe und Ordnung zwischen den Hunden und schützt unsere Katzen vor jagenden Pensionshunden. Sie spielt sehr geduldig mit wilden Junghunden, setzt ihnen aber auch sehr vernünftige Grenzen.

Tobi, unser 10-jähriger Langhaardackel, wurde von einer Alkoholikerin geschlagen und ist schließlich beschlagnahmt worden. Er brauchte ein Jahr, bis er langsam wieder Vertrauen faßte.
Tobi ist unser kleiner Held, er setzt sich ganz gezielt mit trampeligen, großen Hunden auseinander und bringt ihnen bei, auch mit kleinen Hunden sanft umzugehen. Außerdem ist er der weltschnellster "Zwackel-Dackel", so daß seine Ohren beim Rennen nur so fliegen.
Tipsy, unsere 6-jährige Mischlingshündin aus Terrier-Dackel-Pinscher, wurde im Tierheim abgegeben wegen Organtransplantation des Besitzers. Sie hatte anfangs ziemlich Angst vor großen Hunden.
Tipsy, unsere kleine "Motte", ist eine kleine Workoholikerin und führt bei Festen und Tag der offenen Tür im Tierpark mit Begeisterung ihre Kunststücke Kindern vor. Auch Tipsy bringt ungehobelten Hunden Respekt vor kleinen Hunden bei.

Sally, unsere knapp 8-jährige Mischlingshündin aus Rumänien, lebte seit einigen Monaten im Tierheim Amberg und war nicht vermittelbar, weil sie panische Angst vor der Leine hatte. Sally kann nur 3 Beine richtig benützen, da sie einen Einschuss im Ellenbogen hat.
Sally ist die Anstandsdame des Hauses, sorgt für Ruhe und Ordnung und kümmert sich rührend um Welpen und Junghunde. Außerdem sorgt sie dafür, daß Pensionshunde nicht zu wild durchs Haus rennen und unsere Katzen in Ruhe lassen.
Miss Lizy, unsere 4 1/2-jährige Whippet-Mischlingshündin, wurde 4 Monate auf einer Gästetoilette eingesperrt, weil sie nicht sauber wurde. Sie kannte keine Wiese, konnte nachts nicht zum Pinkeln gehen vor lauter Angst. Menschen gegenüber hatte sie anfangs auch Angst, weil sie wohl sehr grob behandelt worden ist.
"Snuselnuse" Lizy schafft es unweigerlich, sich bei allen Hunden beliebt zu machen, spielt mit Welpen und Junghunden liebevoll und unterstützt uns ausgezeichnet im Training mit Problemhunde.

Julio, unser ca. 5-jähriger Collie-Rüde, wurde von einer Alkoholikerin monatelang vernachlässigt, obwohl er eine hochgradige Allergie hatte. Er war total abgemagert, hatte nur noch wenig Fell und völlig ausgewachsene Nägel. Bei einem Einkaufsbummel band sie ihn am Supermarkt an. Ein Hundefreund nahm den Hund mit und brachte ihn in eine Tierklinik zur Behandlung.
Julio ist in die Fußstapfen von Camino getreten und hat jetzt die Aufgabe übernommen, Jungrüden den nötigen Respekt beizubringen. Im Training mit problematischen Hunden hilft er außerdem schon sehr effizient. Auf unsere kleinen Hunde paßt er gut auf, daß ihnen andere Hunde nichts antun und splittet zu wildes Spiel oder groben Umgang unter Hunden sehr zuverlässig. Sein Umgang mit anderen Hunden ist durch die Behandlung seiner Schilddrüse, die eine starke Unterfunktion hatte, jetzt recht souverän geworden, Welpen und Junghunden gegenüber ist er meist auch sehr geduldig, setzt ihnen aber auch deutliche Grenzen.
Aramis, unser "Kleiner" Leonberger, ist jetzt knapp 2 Jahre alt und ein richtiger Wonneproppen. Er kam im Alter von 8 Wochen zu uns, ein absolutes "Wunschkind", der uns sehr viel Freude macht. Alle Erziehungshilfen und -möglichkeiten, die wir in den letzten Jahren entwickelt und gelernt haben, kommen ihm nun zugute und er entwickelt sich bereits in diesem Alter schon zu einem sehr souveränen und sozialkompetenten
Schmusebären, der auch mit schwierigen Hunden gut umzugehen weiß. Bereits seit seinem 4. Lebensmonat splittet er zu wildes Spiel, setzt seit kurzem auch aufdringlichen Hunden sehr souverän Grenzen. Er ist der Knuddelliebling der ganzen Kundschaft und wird von allen geliebt und verwöhnt. Küssen kann er auf Kommando ganz sanft die Nase oder das Ohr, mit meinem Mann Detlef kuschelt er stundenlang auf dem Boden liegend. Und springen kann er wie ein Känguruh. Wir sind trotz seines tollen Entwicklungsgangs bisher aber trotzdem ganz gespannt, wie er sich jetzt in der Pupertät entwickelt . Mal sehen, wie gut die Erziehung dann noch funktioniert.

Iziar, ist ein jetzt 4 1/2 Jahre alter kleiner Wirbelwind aus Spanien, der im Sommer 2008 zu uns gekommen ist. Sie war ein Straßenhund und landete vor ca. 1 Jahr in einer Tötungsstation. Die Organisation "Tierschutzengel e.V." hat sie auf eine Pflegestelle nach Neuss gebracht. Dort haben wir sie über eine Internet-Seite gefunden und uns spontan in sie verliebt. Sie hat alle unsere Hunde vom Spielniveau auf Fordermann gebracht, tobt wie ein kleiner Mini-Bulldozer durchs Gelände und hat ihre Angst vor fremden Menschen recht schnell abgelegt. Aramis und sie sind ein tolles Spielpaar, der "Kleine" knuddelt sie von oben bis unten durch, benützt sie als "Kaugummi" und sie findet es toll. Unserem Dackel Tobi ist sie eine liebevolle Freundin und Gefährtin geworden, sie kuscheln und knutschen zusammen im Körbchen. Alle anderen Hunde haben sie ebenfalls sehr freundlich aufgenommen, besonders Sally spielt und knuddelt viel mit ihr. Also eine echte Bereichung für unsere Lustige Truppe.
Angelo, unser neuestes Familienmitglied ist ein Podenco portugues im Alter von ca. 4 Jahren. Er vegetierte in den letzten Jahren mit 3 anderen Hunden in einem Verschlag bei einem Jäger. Nachdem dieser verstorben war, kümmerte sich auch die Familie nicht um die eingesperrten Hunde, bis die Nachbarn nach einigen Monaten die Polizei riefen und die Hunde befreit wurden. Angelo stammt aus der Nähe von Berga in den spanischen Pyrenäen und ist von uns kurz vor Weihnachten adoptiert worden. Er hat mittlerweile seine schlimme Vergangenheit gut aufgearbeitet, faßt zusehends Vertrauen und hat sich wunderbar in unsere Familie mit allen Tieren integriert. Wir werden weiter über seine Eingewöhnung berichten und sind schon sehr gespannt, mit welchen Fähigkeiten er sich in die Familie einbringt.
Alle unsere Hunde übernehmen im Training bestimmte Aufgaben, beenden Streitigkeiten unter Hunden, achten auf freundliches Spielverhalten, schützen andere Hunde vor Angriffen oder Mobbing - oder sie spielen einfach mit den Hunden oder bieten ihre Hilfe als Partner beim ersten Stadtgang oder Autofahren an. Ohne sie alle wäre unsere Arbeit mit Hunden nicht so erfolgreich.
Die folgenden Hunde haben unser Leben, unsere ganze Familie und unsere Arbeit sehr bereichert. Ihnen allen danken wir besonders für ihre Liebe und Zuneigung zu uns, ihr Vertrauen in uns und ihre große Kompetenz im Umgang mit Menschen und Hunden. Sie waren einfach wundervoll, unbeschreiblich und unvergesslich. Camino, unser 7 1/2-jähriger Podenco von Spaniens Straßen, hatte vor 7 Jahren, als wir ihn bei uns aufgenommen haben, eine unglaubliche Angst vor Menschen. Nach fast 3 Jahren hatte er diese Angst fast ganz verloren und war ein toller Trainingsassistent mit rüpeligen Jungrüden und draufgängerischen erwachsenen Hunden. Er schafft es mit seinem Charme, fast jeden Hund aus der Reserve zu locken. Er war ein richtiger "Strietzi" und grinste meist über das ganze Gesicht.
Ende November 2007 haben wir Camino sehr plötzlich durch einen tragischen Unfall verloren. Seine Leber versagte nach dem Unfall schockartig, er ging innerhalb von 2 Tagen über die Regenbogenbrücke von uns. Aber er wird uns immer als der "lächelnde Hund" in Erinnerung bleiben.
Sarah (mittig), unsere Golden Retriever Dame, war unsere Methusalem-Dame, 16 Jahre alt und lebte bei uns bis vor kurzem im Ruhestand.
Sie meldete zuverlässig, auch wenn nichts los ist und hatte deshalb den Spitznamen "die Tröte". Sie war sehr verschmust, schlief schon sehr viel und konnte durch eine Hüftgelenksdysplasie nicht mehr viel gehen. Aber sie war immer guter Dinge.
Am Ostermontag 2009 ging Sarah über die Regenbogenbrücke. Die Schmerzmittel halfen ihr nicht mehr und um sie in Würde gehen zu lassen, entschieden wir uns schweren Herzens, sie gehen zu lassen. Sie schlief ganz ruhig im Kreise ihrer Gefährten bei uns zuhause ein.
 Rana, meine kleine Terrier-Mix-Hündin und Terry, mein Kaukasen-Mix-Rüde haben mich jahrelang treu begleitet, viele Höhen und Tiefen miterlebt und mich unendlich viel über Hunde und ihre liebenswerten Eigenheiten gelehrt.
Terry ging leider schon im Juni 2002 über die Regenbogenbrücke, Rana verloren wir im April 2006 wegen Tumoren am Gesäuge. Beide Hunde hinterlassen eine tiefe Lücke in unserer Familie. Es war wunderbar, mit ihnen leben und lernen zu dürfen.
In großer Dankbarkeit und Liebe !
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